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Kieferorthopädie

Selbstverständlich möchten wir alle schöne Zähne und ein natürliches Lächeln haben. Als Kieferorthopäden kümmern wir uns nicht „nur“ um die Ästhetik, denn Zähne haben viele wichtige Funktionen. Bei einem „Schiefstand“ können beispielsweise die Atmung, die Kaufunktion oder die Aussprache beeinträchtigt werden. Die Selbstreinigung der Zähne durch den Speichel und auch das Putzen der Zähne werden unter Umständen durch eine Fehlstellung erschwert. Entstehende Zahnbeläge wiederum begünstigen die Entstehung der Karies. So greift in unserem Körper alles ineinander und genau deshalb ist die Kieferorthopädie so wichtig.

Unser Ziel ist neben der Herstellung eines schönen Gebisses auch die langfristige Stabilisierung der Zähne. Zu diesem Zweck arbeiten wir eng mit anderen Fachdisziplinen wie Kieferchirurgie, HNO, Logopädie und Osteopathie zusammen.

Kieferorthopädie ist für uns Prophylaxe.

Wann soll mit der Behandlung begonnen werden?

Grundsätzlich ist eine kieferorthopädische Behandlung in jedem Alter möglich. Eine sogenannte Frühbehandlung – diese beginnt schon im Alter von 7 bis 9 Jahren – ist  sinnvoll, wenn es absehbar ist, dass die Zahnfehlstellung sich negativ auf das Kieferwachstum auswirken könnte.

Der reguläre Behandlungsbeginn sollte vom Zahnwechsel und dem zu erwartenden Wachstum abhängig gemacht werden. Kieferorthopädische Kontrollen sollten deshalb ab etwa dem 9. bis zum 10. Lebensjahr regelmäßig erfolgen.

In der Regel beginnt in unserer Praxis die Behandlung im Alter von elf Jahren. Günstig ist dieser Zeitpunkt, weil die Kinder in der sogenannten späten Wechselgebiss-Phase sind, in der die letzten Milchzähne verloren gehen und die seitlichen bleibenden Zähne sich im Durchbruch befinden. Engstände können jetzt gut aufgelöst werden und Lageveränderungen der Kiefer sind aufgrund des Körperwachstums gut zu korrigieren.

Die Zeit des Körperwachstum ist für die Behandlung eine extrem wichtige Zeit, da nur dann Lageveränderungen der Kiefer durch Wachstumsförderung- oder Hemmung erfolgen kann.

Wichtig ist sowohl die Mitarbeit der Kinder als auch der Eltern. Denn eine Korrektur erfordert auch etwas Durchhaltevermögen und Disziplin. So sollten herausnehmbare Spangen mindestens 14 Stunden pro Tag getragen werden, um einen Therapieeffekt zu erzielen.

Häufig ist es sinnvoll die kieferorthopädische Therapie durch eine logopädische Behandlung zu ergänzen. Denn eine richtige Zungenlage ist für die Langzeitstabilität wichtig.

Muss die Stellung mehrerer Zähne korrigiert werden, arbeiten wir häufig mit einer Multiband-Apparatur – besser bekannt als „feste Klammer“. Durch diese Art der Klammer kann man Zähne tatsächlich bewegen, Lücken können geschlossen, gedrehte Zähne wieder in die richtige Position gebracht und Zähne in ihrer Höhe angepasst werden.

Auch im Erwachsenenalter lassen sich Zähne bewegen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch erläutern. Wir beraten Sie ebenfalls gerne, wenn Sie eine zweite Meinung benötigen.

Fast geschafft: Retentionszeit

Jeder freut sich, wenn er die „feste Klammer“ wieder los ist. Nun ist die Behandlung fast abgeschlossen. Damit sich die Zähne nicht gleich wieder verschieben, muss  übergangsweise noch eine herausnehmbare Spange getragen werden. Die Tragezeit wird immer weiter reduziert. Und vorbei ist die Zeit der Klammer.

Da es häufig zu Zahnverschiebungen der unteren Frontzähne kommt, kann man hier auch einen Langzeitretrainer einsetzen. Dieser wird dann für eine gewisse Zeit unsichtbar hinter die Zähne geklebt.

Was brauchen wir für die Behandlungsplanung?

Für eine gut durchdachte Behandlung brauchen wir für die Diagnostik und eine seriöse Therapieplanung verschiedenste Unterlagen. Diese haben wir Ihnen im folgenden aufgelistet. So werden Behandlung und Kosten transparenter.

a)  Modelle
Wir fertigen Abdrücke des Ober- und Unterkiefers an und machen dazu noch einen sogenannten Situations-Biss. Anhand der Einzelmodelle lassen sich Zahnfehlstellungen beurteilen. Der Situations-Biss hilft bei der Lagebeurteilung von Ober- und Unterkiefer.

b) OPG
OPG ist die Abkürzung von Orthopantomogramm und steht für ein Rund-um-Röntgenbild. Dieses Röntgenbild liefert Information über den allgemeinen Zustand des Kiefers wie etwa Zahnlage, Karies, Gesundheitszustand des Knochens und vieles mehr.

c) FRS
FRS ist die Abkürzung für Fernröntgenseitenbild. Durch die Auswertung mit Hilfe von Winkeln und Strecken erhält man u. a. Auskunft über die Kieferlage, den Wachstumstyp und die Stellung der Frontzähne.

d) Fotos
Wir fertigen zu Behandlungsbeginn nicht nur Profil- und En-face-Fotos, sondern auch Fotos von den Zähnen an. Sie dienen zur Beurteilung des Gesichtsaufbaues, ob eventuelle Asymmetrien vorliegen, aber auch eine Verlaufskontrolle ist hiermit gut durchzuführen. Die Entwicklung vom Teenie zum jungen Erwachsenen ist für alle immer wieder ein schönes Aha-Erlebnis.

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